Ungefähr sechs Monate hat es gedauert, bis Aid Raid endlich auf eigenen Beinen stand. Und dann, nach 24 Stunden, war alles schon wieder vorbei. So viel habt ihr in etwa bisher mitbekommen, aber wie sah und sieht die Arbeit rund um Aid Raid eigentlich genau aus?

Von Extralife zu Aid Raid

Irgendwann im Frühjahr kam Finn auf die Idee, dass wir mit den verschiedenen SYLGB-Projekten doch am Charity-Event „Extralife“ teilnehmen könnten. Ein 24-Stunden-Event, bei dem jeder teilnehmen darf, um 24 Stunden lang zu streamen und Spenden für den guten Zweck zu sammeln. Der Erlös wird an Kinderkrankenhäuser in den USA und Kanada gespendet. Eine nette Idee, doch schon bald dachten wir, dass wir doch lieber Gelder für etwas sammeln würden, zu dem wir etwas mehr Bezug haben. Einer Organisation in Deutschland. Das eigentliche Extralife-Datum, nämlich der 4. auf den 5. November, blieb bestehen, aber nun hieß es, ein komplett eigenes Konzept zu entwickeln und erfolgreich umzusetzen – binnen weniger Monate.

Ein tatkräftiges Team

Nachdem geklärt war, wer sich an der Hauptorganisation von Aid Raid beteiligen möchte, stand schnell ein kompetentes Hauptteam fest. Neben Laura, Teresa, Finn und Jonas, die die Umsetzung gleichzeitig als ihre Abschlussarbeit für die Uni nutzten, waren auch Sophia und Lu ein fester Teil der Hauptorga. Aber natürlich hätte man Aid Raid nicht nur zu sechst so erfolgreich durchziehen können. Dazu kommen noch etliche freiwillige Helfer, die vor und hinter der Kamera geholfen haben. Somit besteht das komplette Aid-Raid-Team eigentlich aus über 30 Freiwilligen. Leider wird dieser Aspekt in den bisherigen Presseberichten zu Aid Raid nicht angesprochen, doch Ehre, wem Ehre gebührt. Ein großes Dankeschön an dieser Stelle an all unsere fleißigen Mitstreiter!

Das gesamte Vorort-Team des Aid Raid 2017
Ein  Teil des Aid-Raid-Teams, das während des Streams vor und hinter der Kamera vor Ort war.

Von Idee zu Konzept zur Umsetzung

Nun war Aid Raid, das zu dem Zeitpunkt noch gar nicht Aid Raid hieß und von uns immer noch weiterhin Extralife genannt wurde, bei weitem nicht der erste Charity-Stream seiner Art. Mit großen Größen in diesem Gebiet wie Friendly Fire und Loot für die Welt waren wir noch so bemühter, etwas Ordentliches und bisher Einmaliges auf die Beine zu stellen. Wir brauchten Ideen und Hilfe, um ein ansprechendes Programm umsetzen zu können, bei dem möglichst viele Menschen einschalten, unterhalten werden und im Idealfall noch etwas für den guten Zweck spenden.

Ebenfalls Finn war es, der mit Jonas gemeinsam auf die Idee des narrativen Rahmens gekommen ist. Während des Streams den Zuschauern eine Story erzählen und sie gleichzeitig mit einzubinden und die Möglichkeit zu geben, interaktiv den Stream mitzugestalten. Allesamt waren wir angetan von diesem Konzept und die eigentlichen Planungen konnten beginnen. Während Finn und Jonas weiterhin an der Story sowie deren Einarbeitung in den Stream arbeiteten, kümmerte sich Laura als Produktionsleitung… eigentlich um alles. Es gibt kaum einen Bereich, wo sie nicht ihre Finger mit im Spiel hatte, fungierte als Bindeglied und brachte uns alle stets auf den aktuellen Stand. So übernahmen es Laura und Sophia, Sponsoren, Gewinnspielpartner und Gäste anzuschreiben und für Aid Raid zu gewinnen, während Lu am eigentlichen Streamprogramm und dessen Inhalt saß und Teresa möglichst passend zum narrativen Rahmen die Gestaltung des Setdesigns und die Maske übernahm. In regelmäßigen Sitzungen brachten wir uns gegenseitig up to date, tauschten Feedback aus und haben die nächsten Schritte geplant. Aid Raid wurde zu einem festen Bestandteil unseres alltäglichen Lebens.

So viel Spaß und Freude Aid Raid auch bereitet, wenn man ein so großes Projekt erstmalig angeht und plant und dafür ein Großteil der eigenen Freizeit opfert, kann es ab und an passieren, dass die Nerven blank liegen. Besonders die letzten Stunden, bevor Aid Raid live ging, waren wir alle nervös. Unsicher, ob wir am Erfolg zweifeln sollten, uns zu viel erhoffen. Werden überhaupt mehr als zehn Leute gleich einschalten? Was, wenn wir nicht mal 100 Euro an Spenden sammeln würden? Mit solch negativen Gedanken wollten wir nicht an den Start gehen. Gegenseitig heizten wir uns an, blickten nochmal zurück auf die sechs Monate harter Arbeit, die sicherlich nicht umsonst gewesen war. Und waren uns einig, wenn wir innerhalb von 24 Stunden 1.000 Euro für den guten Zweck gesammelt hätten, dann wär Aid Raid ein voller Erfolg gewesen.

Aid Raid 2017: Live-Eindrücke
Nach sechs Monaten ist Aid Raid endlich live.

Gemeinsam helfen

Und dann kamt ihr ins Spiel. Sobald wir live gingen, lag Aid Raid nicht mehr einzig und allein in unseren Händen. Es lag vor allem an euch, die Aid Raid zu das gemacht haben, was es heute ist. Binnen weniger Minuten habt ihr all unsere letzten Zweifel weggeblasen und gezeigt, was man alles erreichen kann, wenn man gemeinsam mit anpackt und gemeinsam hilft. Ohne euch hätten wir alle niemals so viel Spaß gehabt. Ohne euch hätten wir wahrscheinlich nicht mal die Nacht überstanden. Aber ihr habt uns nicht nur motiviert und Freude gebracht, ihr habt vor allem die unglaubliche Summe von 3.300 Euro gespendet und unser Ziel damit maßlos übertroffen. Ihr seid die most valuable players des Aid Raid!

Ein Dankeschön auch an all unsere lieben Gäste, die mit ihren Einspielern das Programm aufgelockert und bereichert, für uns geworben und euch eventuell erst zu uns geführt haben. Auch wenn ein-zwei Minuten im Vergleich zu 24 Stunden vielleicht gering aussehen mögen, habt ihr damit einen großen Teil zum Erfolg beigetragen.

Außerdem möchten wir uns nochmal bei all unseren Sponsoren bedanken, ohne die wir den ersten Aid Raid ebenfalls nicht so erfolgreich hätten abschließen können. Nicht nur haben sie für ordentlich viele Gewinne, die unsere Zuschauer während des Streams abgreifen konnten, gesorgt, sondern uns vor allem auch finanziell extrem entlastet. Die Stiftung Digitale Spiele, die an uns glaubte und uns netterweise unterstützt hat sowie das Studentenwerk Oberfranken, welches Aid Raid als Abschlussprojekt mitfinanzierte. Muvi Wete und der Regenbogenhof, die uns Stellwände und Mobiliar für das Studio zur Verfügung stellte. Und zu guter letzt Xbox, die uns mit ihrer großzügigen Spende nicht nur ermöglicht haben, alle Kosten von Aid Raid zu decken, sondern auch noch die letztendliche Spendensumme aufzustocken. Nachdem alle Rechnungen beglichen waren, war von der Xbox-Spende noch genug Geld übrig, dass wir eure grandiose Summe von 3.300 Euro nochmal auf 3.700 Euro erhöhen konnten.

Dankeschön an alle, die in irgendeiner Art und Weise an Aid Raid 2017 beteiligt waren. Ihr habt unsere Idee zum Erfolg gemacht. Wir hoffen sehr, euch beim nächsten Aid Raid wieder begrüßen zu dürfen.

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